Einladung zur Gründungsversammlung des Deutschen Fachverbandes für Agroforstwirtschaft (DeFAF)

Die Gründungsversammlung des Deutschen Fachverbandes für Agroforstwirtschaft (DeFAF) findet am 25. Juni 2019 von 10.00 bis 16.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (Forum Robert Bosch) statt (Mauerstraße 93, 10117 Berlin).

Auch, wenn Sie nicht Mitglied des DeFAF werden wollen, sind Sie herzlich willkommen. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung verpflichtet nicht zu einer Mitgliedschaft.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmelden können Sie sich unter https://en.xing-events.com/HEQEMKG.html.

Workshop: Ackern in Zeiten des Klimawandels

Klimawandel in der Landwirtschaft – Herausforderungen und Potenziale
…und: welchen Beitrag kann Agroforst zur THG-Minderung und zirkularen Bioökonomie leisten?

Am 04. April findet an der Universität Rostock ein Workshop über Methoden in der Landwirtschaft im Hinblick auf die aktuellen und zukünftigen Klimaveränderungen statt. Insbesondere wird gefragt, welche Rolle dabei Agroforssysteme spielen können.

Weiter Infomationen finden sich im Flyer der Veranstaltung.

Waldgarten Pflanzaktion am 09. und 10. März in NRW

Auf einer 1,5 Hektar großen Wiese in der Voreifel zwischen Burgruine und Wald soll ein komplexes Agroforst-System gepflanzt werden, das eine Vorzeigefläche für kohlenstofffixierende Landwirtschaft werden und Menschen nach den Prinzipen der solidarischen Landwirtschaft mit vielfältigen Baumfrüchten versorgen soll. Ein Teil der Fläche ist als Freizeitfläche eingetragen und kann in Zukunft auch für Seminare zu Agroforstsystmen genutzt werden. Bis es soweit ist muss allerdings noch viel passieren. Als erstes werden die Obst- und Nussbäume dieses Frühjahr gepflanzt. Deshalb am Wochenende 9.-10. März Pflanzaktion!

Mehr zu Florians Projekt in folgendem Artikel: https://oya-online.de/article/read/3067-am_anfang_war_die_esskastanie.html


Kontakt: florian(at)gruenes-blatt.de

Obstbaumpflege

Wer Interesse hat, mehr über die Obstbaumpflege zu lernen, findet auf der Seite des Pomologen-Vereins e.V. mehrere tiefergehende Publikationen zu diesem Thema. Beispielsweise werden der Pflegebedarf und die Kosten bei der Tafelapfelproduktion betrachtet.
Eine fundierte Ausbildung wird ebenfalls angeboten.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Seite DIE AUSBILDUNG der Arbeitsgruppe Obstgehölzpflege des Pomologen-Vereins e.V.

Gedanken zum Thema Waldgärten in der aktuellen Ausgabe der Oya [51]

Die aktuelle Ausgabe 51 der Zweitschrift Oya mit dem Titel “Garten Erde“ beleuchtet das Thema der Waldgärten näher.

Am Anfang war die Esskastanie:

Florian Hurtig schreibt über die Geschichte des Ackerbaus in Japan und Europa und dem damals überall verbreiteten Waldgärten. Insbesondere diverse Nussarten wie Esskastanie, Walnuss oder Haselnuss waren und sind in diesen Systemen von Bedeutung.
Er zeigt, wie die aktuell praktizierte Monokultur uns unserer Zukunft beraubt und dass die vielfältigen Techniken der kleinbäuerlichen Polykulturen eine flexible Antwort auf aktuelle Umweltproblematiken sein können.

Die Wüstengärtnerin:

Seit ihrer Jugend trägt Johanna Häger den Traum einer gelingenden Gemeinschaft, jenseits und trotz kapitalistischer Gesellschaftsstrukturen mit sich und Arbeit an seiner Umsetzung auf ihrem Permakultur-Hof in der Uckermark. Die Bedürfnisse der Menschen dienen dabei zur Orientierung.
Johanna bezeichnet sich selbst als Wüstengärtnerin. Ihr Hof glich vor 11 Jahren, als sie sich hier niederlies, einer durch monokulturelle Landwirtschaft verursachten Wüste. Seitdem gestaltet sie auf Teilen des Geländes und weiteren Flächen im Umkreis verschiedene Formen von Waldgärten. Auch eine Gemüsegärtnerei ist inzwischen hinzugekommen. Der Aufbau und die Pflege solcher komplexen Systeme veranlassen die Gemeinschaft in langen Zeiträumen zu denken, da die Entwicklung die nächsten Generation mit einschließt.

"Der Waldmacher" Tony Rinaudo erhält den Alternativer Nobelpreis

Ein weiterer Preisträger des diesjährigen Alternativen Nobelpreises pflanzt ebenfalls Wälder in der Afrikanischen Wüste - Tony Rinaudo.
Um der Wüstenbildung entgegen zu wirken, hat er unter anderem eine Methode entwickelt, um aus den im Wüstensand verborgenen Wurzelsystemen wieder neue Bäume sprießen zu lassen. Die Bäume schützen vor Erosion, Hitze und Sturm und liefern den Bauern Früchte und Holz und bekämpfen so auch Hunger und Verzweiflung.

Ein sehr informativer Artikel des SWR beleutet seine Arbeit.

Yacouba Sawadogos Agroforstsystem erhält den Alternativen Nobelpreis

Der afrikanische Bauer Yacouba Sawadogo ist ein Pionier neuer landwirtschaftlicher Anbaumethoden, die auf die Integration von Bäumen setzen. Er pflanzt Bäume, um im Niger und in Burkina Faso der Wüste Einhalt zu gebieten. Dafür erhält er nun den Alternativen Nobelpreis.

Durch Übernutzung und Trockenheit sind die Böden in der Sahelzone oft felsenhart und unfruchtbar. Yacouba Sawadogo entwickelte deshalb eine vergessene Anbautradition weiter. Dabei wird Hirse in kleinen Erdgruben, die sie mit halbmondförmigen Erdwällen schützen, gesät. In der Vergangenheit wehte der Wind die Saat oft weg. Sawadogo vergrößerte deswegen die Halbmonde, gab zusätzlich Kuhfladen oder Kompost hinein und bedeckte die Gruben mit etwas Erde. Das organische Material lockt jetzt Termiten an. Diese lockern den Boden, sodass er besser Wasser speichern kann, die Pflanzen gelangen somit leichter zu den Nährstoffen. Der Ernteertrag kann dadurch teilweise um ein Vielfaches gesteigert werden.
Obwohl junge im Boden keimende Bäume mit der Hirse konkurrieren, lässt Sawadogo sie wachsen. Die Bäume spenden Schatten und halten den Wind ab. Die herabgefallenen Blätter bedecken den Boden, so dass er besser vor Austrocknung geschützt ist. Zusätzlich liefern die Bäume Holz zum Kochen oder Bauen.

Mitlerweile hat sich Sawagos Methode verbreitet. Im Sahel wachsen wieder grüne Haine mit diversen Nutzpflanzen. Auch auf den Grundwasserspiegel haben sich dieses Anbausystem positiv ausgewirkt.

Die Bodenfruchtbarkeit fördern durch die Zucht von Seidenraupen

8000 Jahre lang galt fast überall auf der Welt die Fruchtbarkeit der Böden als Gabe der Götter. In China aber war es die Pflicht der Bauern, Fürsten und Beamten, die Bodenfruchtbarkeit zu schützen und zu fördern. Nur so gelang es, im am dichtesten besiedelten Land über tausende Generationen für Lebensmittelsicherheit zu sorgen. Eine zentrale Rolle spielte damals die Kultivierung von Maulbeerbäumen und die Zucht von Seidenraupen. Neben eleganter Seide entstand proteinreiche Nahrung, Tierfutter und nicht zuletzt humusaufbauender Kompost. Auch heute könnten Maulbeerbäume, Raupenkompost und Naturseide kaputte Böden wieder fruchtbar und Bauern zu wohlhabenden Klimafarmern machen.

Der vollständige Artikel ist auf den Seiten von Ithaka – Journal für Terroir, Biodiversität und Klimafarming zu finden.

Peace of Land veranstaltet ein Baumwochenende

Wir brauchen mehr Bäume! In Gärten, Wäldern und in der Landwirtschaft, in sogenannten Agroforstsystemen. Bäume strukturieren Räume und Landschaften, bauen in Gemeinschaft mit vielen anderen Lebewesen Böden auf, entziehen der Atmosphäre Kohlenstoff, beherbergen, ernähren und förden die Artenvielfalt, regulieren Mikroklimata, restaurieren Wasserkreisläufe.
Deshalb gibt es in Peace of Land vom 23. bis 25. November ein ganzes Baumwochenende mit Annegret Brall von baumkultur.

Am Freitag, den 23. November laden wir Euch von 18 bis 20 Uhr herzlich ein zum Vortrag "Bäume und ihre vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten". Neben den klassischen Nutzungsarten von Bäumen wie Obst-, Bauholz-, Brennstoff- oder die Papierproduktion, gab es in der Vergangenheit zahlreiche weitere Nebennutzungen, wie die Produktion von Viehfutter oder die Gewinnung von Gerbstoffen. Gegenwärtig entstehen weitere, zum Beispiel die Textilfaserproduktion. Annegret Brall von baumkultur nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise durch die erstaunlich vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, die uns Bäume bieten. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über die wertschätzende Anerkennung von Annegrets und unserer Arbeit in Form einer großzügigen Spende.

Am Samstag, den 24. November ist von 10 Uhr bis 17 Uhr großer Baumtag mit Annegret Brall. Mit "Baumkultur in Theorie & Praxis - Bäume nutzen, vermehren & pflegen" erwartet Euch eine Entdeckungsreise durch die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, die uns Bäume bieten:

  • Traditionelle und moderne Agroforst- und silvopastorale Systeme - essbare Blätter, Blüten, Honig, Früchte wie Esskastanien, Eicheln, (und noch ungewöhnlicher!) Futterproduktion.

  • Bäume schulen: Strategien, um Bäume zu produzieren und zu vermehren, mit Kistenbeet, Töpfen, Säcken, Root-Trainern u.a. Hilfsmitteln.

  • Saatgut, Stratifizierung, vegetative Vermehrung, Veredelung.
    Richtig pflanzen und Bodenaufbau. Wie können wir Bäume darin unterstützen, den von ihnen bevorzugten pilzlastigen Boden zu bilden?

  • Schnitt von Bäumen und Sträuchern in Theorie und Praxis (letzteres am Beispiel der noch jungen Gehölze des Gemeinschaftsgartens).
    Wir freuen uns über eine Spende zwischen 40 und 60 € (nach Selbsteinschätzung) und bitten um verbindliche Anmeldung unter: peaceofland@permakultur.de.

Am Sonntag, den 25. November folgt dann von 10 Uhr bis 17 Uhr der Praxisworkshop mit dem umfassenden Schnitt unserer Gehölze und mit Neupflanzungen / Umpflanzungen von Obstbäumen & Beerensträuchern. Damit wir einen Überlick bekommen, für wieviel Menschen die Suppe reichen soll, meldet Euch auch dafür gerne an unter peaceofland@permakultur.de.-