Die Teilnehmer der EURAF-Konferenz geben eine gemeinsame Stellungnahme zur Förderung der Agroforstwirtschaft ab

Vom 28. bis 30. Mai 2018 fand die 4. Europäischen Agroforsttagung in Nijmegen (Niederlande) statt. Die knapp 250 Teilnehmer einigten sich auf eine gemeinsame Stellungnahme, in der sowohl gemeinsame Standpunkte zu Agroforstwirtschaft als auch – aufgrund der anstehende GAP-Reform – Forderungen zur Förderung dieser Form der Landnutzung auf europäischer Ebene formuliert wurden.

Die Stellungnahme der EURAF-Konferenz 2018 (PDF)
Englische Version (
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Ist ein bequemes Einkommen auf 4 ha mit Esskastanien möglich?

Tom Wahl erzählt den Leuten schon seit Jahren, dass ein einigermaßen fitter Erwachsener in der Lage sein sollte, Esskastanien auf einer Fläche von 4 ha allein zu bewirtschaften (die Arbeitskraft ist hier der limitierende Faktor für die Ernte).
Er geht davon aus, dass 16 Familien von einem 65 ha Agroforstsystem leben könnten. Diese Zahl ergibt sich aus seiner persönlichen Erfahrung im Anbau und der Vermarktung von Esskastanien sowie den Ertragsdaten des University of Missouri Center for Agroforestry und der Kansas State University. Weiterführende Details finden sich auf der Webseite.

Danke an die Förderer der Pflanzaktion auf dem Karolinenhof

Ein herzlicher Dank geht an die Biologische Abfallverwertung GmbH Templin, die uns eine große Menge Kompost gespendet hat und den Pferdehof Pappelwerder, die uns mit 25 Tonnen Pferdemist unterstützt haben.

Wir pflanzen einen Waldgarten! Macht mit!

Durch eine zweckgebundene Spende haben wir die Möglichkeit einen 3000qm großen Waldgarten als Initialpflanzung auf einer ca. 11 ha großen wüstenähnlichen Sanderfläche direkt am Ufer der Kuhzer Sees in der Uckermark zu pflanzen. Die Fläche wird nächste Woche umzäunt und bleibt dann für die nächsten Jahrzehnte bis auf Pflegemaßnahmen unberührt.

Bei der Aktion sollen Swales angelegt und bepflanzt werden. Eine große Vielzahl von nützlichen Gehölzen soll als eine Initialpflanzung auf der recht abgelegenen, randständigen und ökologisch verarmten Fläche eine lebendige Dynamik in Gang setzen, die zu mehr Arten- und Habitatvielfalt führen wird.

Wir werden diese angestrebte Dynamik von Anfang an dokumentieren und so soll dieses Projekt auch der Forschung dienen, mit dem Ziel, zu zeigen, das vielfältige, dichte Initialpflanzungen in der ausgeräumten Landschaft langfristig positive Effekte auf die Biodiversität haben können (Lebensraum und Versamung in die Umgebung). Die Fläche bleibt unbebaut und wird in Zukunft 2-4 mal jährlich im Rahmen von Pflege-, Ernte und Beobachtungsswochen kleineren Gruppen zur Nutzung geöffnet.

Mit diesem Projekt verwirklicht zukunftsFähig e.V. das zweite langfristig angelegte Pflanz- und Forschungsprojekt nach dem Apfelacker in Gerswalde. Wir hoffen das zukünftig weitere und vor allem größere Investitionen in natürliches Wachstum dazukommen.

Alle sind herzlich eingeladen mitzumachen und zwar Freitag 21.09.2018 (Anreise) bis Sonntag 23.09.2018 in Karolinenhof am Kuhzer See in der Uckermark. Wir bauen dort ein kleines Camp auf und übernachtet werden kann in eigenen Zelten.

Die genaue Adresse sowie weiter infos zu Anreise, Werkzeug und Verpflegung gebe ich allen bekannt, die sich verbindlich anmelden.

von Bill Mollison ist überliefert: die Aufgabe von Permakulturgestaltern ist die Wiederaufforstung der Welt und die Begrenzung unnatürlichen Wachstums.

Lasst es uns gemeinsam tun!

Wir brauchen eure Mithilfe!

begeisterte Grüße Robert

Die Tropen nach New York bringen - Syntropische Landwirtschaft im gemäßigten Klima (Harry Greene)

Syntropische Landwirtschaft ist eine innovative Designmethode und nutzt eine Reihe von Anbautechniken, die schnell die regenerative Landwirtschaft erobert haben. Ernst Gotsch popularisierte diese Praktiken über mehrere Jahrzehnte hinweg, während Fazenda da Toca sie zuletzt mit dem Film „Life in Syntropy“ in den Mainstream katapultierte. In Brasilien und den Tropen hat sich die syntropische Landwirtschaft bereits durchgesetzt, aber heute stellt sich die Frage: Wie können wir diese Konzepte in kalten Klimaten anwenden?

Dieser Frage geht ein interessanter Artikel auf der Plattform Propagate auf den Grund. (Link)