Wir pflanzen einen Waldgarten! Macht mit!

Durch eine zweckgebundene Spende haben wir die Möglichkeit einen 3000qm großen Waldgarten als Initialpflanzung auf einer ca. 11 ha großen wüstenähnlichen Sanderfläche direkt am Ufer der Kuhzer Sees in der Uckermark zu pflanzen. Die Fläche wird nächste Woche umzäunt und bleibt dann für die nächsten Jahrzehnte bis auf Pflegemaßnahmen unberührt.

Bei der Aktion sollen Swales angelegt und bepflanzt werden. Eine große Vielzahl von nützlichen Gehölzen soll als eine Initialpflanzung auf der recht abgelegenen, randständigen und ökologisch verarmten Fläche eine lebendige Dynamik in Gang setzen, die zu mehr Arten- und Habitatvielfalt führen wird.

Wir werden diese angestrebte Dynamik von Anfang an dokumentieren und so soll dieses Projekt auch der Forschung dienen, mit dem Ziel, zu zeigen, das vielfältige, dichte Initialpflanzungen in der ausgeräumten Landschaft langfristig positive Effekte auf die Biodiversität haben können (Lebensraum und Versamung in die Umgebung). Die Fläche bleibt unbebaut und wird in Zukunft 2-4 mal jährlich im Rahmen von Pflege-, Ernte und Beobachtungsswochen kleineren Gruppen zur Nutzung geöffnet.

Mit diesem Projekt verwirklicht zukunftsFähig e.V. das zweite langfristig angelegte Pflanz- und Forschungsprojekt nach dem Apfelacker in Gerswalde. Wir hoffen das zukünftig weitere und vor allem größere Investitionen in natürliches Wachstum dazukommen.

Alle sind herzlich eingeladen mitzumachen und zwar Freitag 21.09.2018 (Anreise) bis Sonntag 23.09.2018 in Karolinenhof am Kuhzer See in der Uckermark. Wir bauen dort ein kleines Camp auf und übernachtet werden kann in eigenen Zelten.

Die genaue Adresse sowie weiter infos zu Anreise, Werkzeug und Verpflegung gebe ich allen bekannt, die sich verbindlich anmelden.

von Bill Mollison ist überliefert: die Aufgabe von Permakulturgestaltern ist die Wiederaufforstung der Welt und die Begrenzung unnatürlichen Wachstums.

Lasst es uns gemeinsam tun!

Wir brauchen eure Mithilfe!

begeisterte Grüße Robert

Die Tropen nach New York bringen - Syntropische Landwirtschaft im gemäßigten Klima (Harry Greene)

Syntropische Landwirtschaft ist eine innovative Designmethode und nutzt eine Reihe von Anbautechniken, die schnell die regenerative Landwirtschaft erobert haben. Ernst Gotsch popularisierte diese Praktiken über mehrere Jahrzehnte hinweg, während Fazenda da Toca sie zuletzt mit dem Film „Life in Syntropy“ in den Mainstream katapultierte. In Brasilien und den Tropen hat sich die syntropische Landwirtschaft bereits durchgesetzt, aber heute stellt sich die Frage: Wie können wir diese Konzepte in kalten Klimaten anwenden?

Dieser Frage geht ein interessanter Artikel auf der Plattform Propagate auf den Grund. (Link)

Workshop: Syntropic Agriculture Discovery

Eine Kooperation zwischen Greenbuzz Berlin und Life in Syntropy lädt am 30. Juni 2018 in Berlin zum ersten Workshop zum Thema "Syntropic Agriculture Discovery" ein.

Syntropic Farming ist eine Methode der regenerativen Landwirtschaft. In den letzten 50 Jahren hat Ernst Götsch diesen Ansatz erforscht und perfektioniert, indem er einen starken konzeptionellen Rahmen mit einer scharfen Beobachtung natürlicher Systeme in Einklang gebracht hat. Das Ergebnis ist eine anpassungsfähige, biodiversitätsstarke und wirtschaftlich tragfähige Methode der Agroforstwirtschaft.

Wann: Samstag, 30. Juni von 10:30 bis 16:00 Uhr
Wo: Forum Fabrik, Besselstr. 13-14, 10969 Berlin

Weitere Details sind in der Ausschreibung zu finden (PDF).

Eine Platzreservierung erfolgt über Eventbrite (hier klicken).

Woodlanders - nachhaltige Waldbewirtschaftung

Selbst unter den aktuellen fortschrittlichen Bewegungen lokaler Ökonomien und Nahrungsmittelsysteme ist das enorme globale Wissen über die Lebensgrundlagen und die Bewirtschaftung der Wälder meist unterbewertet und nicht dokumentiert. Von den Holz- und Nussbaumkulturen des alten Europas bis hin zu Pilzen und der Waldmedizin Asiens gibt es viele faszinierende Wege, aus den Wäldern nachhaltige Ökonomien zu schaffen und gleichzeitig ihre ökologische Gesundheit und Komplexität zu erhalten.

In schönen Kurzfilmen zeigt die Webseite "Woodlanders" Menschen, die diese Wege gehen.

Einladung zum 6. Forum Agroforstsysteme in Göttingen (9. bis 10. Oktober)

Das Forum Agroforstsysteme findet vom 9. bis 10. Oktober in Göttingen statt und versteht sich nunmehr zum 6. Male in Folge als Plattform, um dieser ausgesprochen interessanten Landnutzungsform zu einem größeren Bekanntheitsgrad und einer flächenrelevanten Umsetzung zu verhelfen. Über ein vielfältiges Themenspektrum und entsprechende Impuls- und Kurzvorträge sowie mittels moderierter Posterbeiträge werden die aktuell wichtigsten Fragestellungen aufgegriffen und diskutiert.

Wir laden Sie daher herzlich ein, an diesem 6. Forum Agroforstsysteme aktiv mitzuwirken. Sei es über Kurzvorträge zu neuesten Forschungsresultaten, über Berichte zu Projekt- und Praxiserfahrungen, als Posterbeitrag oder in Form einer anregenden Diskussion – Ihre Beiträge sind hoch willkommen! Wir freuen uns über jede Form Ihrer Beteiligung an diesem spannenden Thema!

Auf der Webseite finden sich weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung für die Veranstaltung.

Literaturtip: Bernd Reuter "Bäume in der Kulturlandschaft" (Oekom-Verlag)

Bäume in der Kulturlandschaft - Ein Handbuch zur Erhaltung und Gestaltung von Flurgehölzen (Bernd Reuter, Oekom-Verlag)

Flurgehölze sind mehr als nur „Gestrüpp“ – sie sind ein herausragendes Element der heimischen Landschaft. Ohne Bäume, Sträucher oder Hecken wäre sie kahl und leer. Flurgehölze sind eine Naturressource; sie sind der Reichtum der Kulturlandschaft, der vor unserer Haustür wächst.

In seinem Handbuch zeigt Bernd Reuter, welche Bedeutung verschiedene Flurgehölze für die Entwicklung unserer Wirtschaft und Kultur hatten – und welchen immensen ökonomischen und ökologischen Nutzen wir auch heute noch aus ihnen ziehen können. Er verbindet kulturhistorische Betrachtungen mit konkreten Anleitungen zu ihrer Erhaltung und Gestaltung. Denn für den Bodenschutz, die Bewahrung der biologischen Vielfalt und als Ressource für die dezentrale Energieversorgung werden sie in Zukunft eine große Rolle spielen.

Weitere Informationen zum Buch finden sich auf der Verlagsseite.